AD(H)S

AD(H)S Hier mein ganz persönliches Statement

Seit 10 Jahren habe ich lerntherapeutisch mit etwa 400 AD(H)S Kindern gearbeitet. Dies kann in Form eines „Eltern-Kind-Trainings“, des Attentioner-Trainings, oder eines Einzel-oder Kleingruppensettings erfolgen.

Der Begriff AD(H)S steht für „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität“.

Eine genaue Definition des Störungsbildes finden Sie hier.

Egal ob bei einem Kind oder Jugendlichen ein AD(H)S diagnostiziert wurde oder nicht, viele Kinder und Jugendliche heute benötigen Unterstützung in ihrer Aufmerksamkeitssteuerung.

Diese sollte aus meiner Sicht vor allem verhaltenstherapeutischer Art sein und in sehr guter Vernetzung mit Eltern, Lehrern, Ärzten erfolgen. Vor allem sollten therapeutische oder medikamentöse Behandlungen immer wieder neu auf die aktuelle Befindlichkeit des Kindes oder Jugendlichen abgestimmt werden.

Es gibt bzgl. AD(H)S keine Wunderheilung, keine Allheilmittel. Aus meiner Erfahrung lassen sich jedoch enorme Erfolge erzielen in lösungsorientierten therapeutischen Gesprächen mit allen Beteiligten im Sinne des Kindes/Jugendlichen.

Ich arbeite mit Ansätzen aus der klientenzentrierten Gesprächsführung, der systemischen Therapie und der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, z.B. im Sinne von Ben Furmann oder dem Zürcher Ressourcenmodell.

Essentielle Grundannahmen und -haltungen in der Therapie sind für mich:

  • ein positives Menschenbild, eine wertschätzende Haltung
  • eine Haltung des „Nicht-Wissens, was für Jmd gerade das Beste ist“
  • Die Klienten (Kinder&Eltern) geben die Ziele vor
  • Ressourcen und Fähigkeiten erkennen, auf das Gelingen fokussieren
  • Mit den Kindern sprechen, statt über sie
  • Probleme sind Herausforderungen, die jeder Mensch auf seine ganz persönliche Art zu bewältigen sucht.
  • Alle Menschen haben Ressourcen, um ihr Leben zu gestalten. In eigener Sache ist der Einzelne kundig und kompetent. Das Kind ist der Experte für das eigene Leben.
  • Nichts ist immer gleich. Ausnahmen deuten auf Lösungen hin.
  • Menschen beeinflussen sich gegenseitig. Sie kooperiernd eher und ändern sich leichter in einem Umfeld, das ihre Stärken und Fähigkeiten unterstützt.
  • Es ist nützlich, Kindern genau zuzuhören und ernst zu nehmen, was sie sagen.
  • Es ist hilfreich, sich am Gelingen in der Gegenwart zu orientieren und davon kleine Schritte für die Zukunft abzuleiten.