Klassenfahrten, Theaterkurse, Bücher, Ranzen, Stifte und Lerntherapie – Bildung kostet Geld. Doch was ist, wenn Familien das nicht aufbringen können? Laut Bundesagentur für Arbeit leben knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Hartz-IV-Haushalten, das sind fast 15 Prozent. Mehr als jedes fünfte Kind lebt mit Eltern, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte verdienen, so Spiegel Online vom 19.06.2018.
Um das Thema Rechtschreibung wird eine aufgeregte politische Debatte geführt. Ist „Schreiben wie Hören“ verantwortlich für den Absturz der Leistungen von Dritt- und Viertklässlern, den aktuell VERA und die IQB-Studie dokumentieren? Die Diskussion drängt ein Thema in den Hintergrund, das ohnehin deutlich mehr Aufmerksamkeit bedürfte: Teilleistungsstörungen, also vor allem Legasthenie und Dyskalkulie, so kommentiert von News4Teachers vom 30. April 2018.
Schon in der Grundschule schätzen die Lehrer die Fähigkeiten der Schüler tendenziell dann schlechter ein, wenn deren Eltern ein niedrigeres Bildungsniveau haben. „Diese Unterschiede bleiben in der Grundschule relativ konstant, verstärken sich dann aber später auf der weiterführenden Schule“, so Felix Weinhardt in Spiegel Online vom 5.6.2018.
Familien in Deutschland sollen ab dem kommenden Jahr finanziell deutlich entlastet werden. Die Reform ziele vor allem auf Haushalte mit geringen oder mittleren Einkommen ab, so die F.A.Z vom 04.06.2018. Es wäre sehr begrüßenswert, wenn dies auch mehr Kindern aus finanziell schwächeren Familien ermöglichen würde, eine Lerntherapie in Anspruch zu nehmen.
Gutes Gehalt, lange Ferien, die meisten werden verbeamtet: Das Lehramt klingt verlockend. Doch wer ist eigentlich wirklich für diesen Beruf geeignet? Diese Frage stellt sich Eva Heidenfelder in der F.A.Z. vom 27.05.2018.